Die Stromerzeugung

Zur Strom- und Fernwärmeerzeugung wird diese in Kohlemühlen staubfein zermahlen, mit Luft in den Feuerraum des Dampferzeugers eingeblasen und verbrannt. Die dabei entstehende Wärme heizt das Kesselspeisewasser, das durch kilometerlange Rohre in den Wänden des Dampferzeugers zirkuliert, so weit auf, bis es verdampft. Anschließend wird der Dampf mit einer Temperatur von bis zu 600 °C und einem Druck von ca. 290 bar zu den Turbinen geleitet und treibt dort deren Laufräder an. Dabei „entspannt“ sich der Dampf, d. h. Druck und Temperatur nehmen ab, das Volumen zu. Zur optimalen Nutzung des Dampfes sind daher eine Hoch-, eine Mittel- und drei Niederdruckturbinen, bei denen die Lauf- und Leitschaufeln immer größer werden, hintereinandergeschaltet. Zur Erhöhung des Wirkungsgrads wird der Dampf vor dem Durchströmen der Mittel- und Niederdruckturbinen in den Dampferzeuger zurückgeführt und dort nochmals aufgeheizt. Die vom Dampf angetriebene Turbinenwelle ist starr mit dem Generator gekoppelt. Bei 3 000 Umdrehungen pro Minute entsteht in dessen Wicklung durch Induktion Strom. Bevor dieser in das Hochspannungsnetz eingespeist und zu unseren Abnehmern weitergeleitet wird, erhöhen Transformatoren die Spannung, um Übertragungsverluste zu minimieren. Nachdem der Dampf die Turbinen verlassen hat, strömt er in den Kondensator, durch den Kühlwasser aus dem Rhein fließt. Hier kondensiert der Dampf wieder zu Wasser und wird über Speisewasserpumpen zurück in den Dampferzeuger geführt.