• 1921
    Dr. Karl Friedrich
    Marguerre
    1921
  • 1923
    Das Marguerre-Werk
    1923
  • 1928
    Drücke von 100 bar und Temperaturen von 400 °C
    1928
  • 1940
    Das unterirdische Bunkerkraftwerk
    1940
  • 1946
    Der Neubeginn
    1946
  • 1954
    Block 1: Weltmeister beim Wirkungsgrad
    1954
  • 1959
    Start der Fernwärmeproduktion
    1959
  • 1962
    Das GKM wächst weiter...
    1962
  • 1966
    ... der Kohleverbrauch sinkt, die Effizienz steigt.
    1966
  • 1970
    Die Leistung nähert sich der 1.000-MW-Marke
    1970
  • 1973
    Das GKM setzt nun auch Öl und Gas als Brennstoff ein
    1973
  • 1975
    Ein weiterer Öl-/Gasblock geht ans Netz
    1975
  • 1983
    Block 7 kommt, das alte Marguerre-Werk wird stillgelegt
    1983
  • 1993
    Die Fernwärmeleistung steigt auf 1.000 MW
    1993
  • 2000
    Die Folgen der Liberalisierung
    2000
  • 2005
    Das GKM setzt wieder ganz auf Steinkohle
    2005
  • 2015
    Die Energiezukunft geht ans Netz
    2015


Das GKM von gestern bis heute

1921 – Der Anfang


Die Grosskraftwerk Mannheim AG wird am 8. November gegründet. Zum Vorstand wird Dr. Karl Friedrich Marguerre berufen. Gründungsmitglieder sind die Pfalzwerke AG, Ludwigshafen, die Stadt Mannheim, die Badische Landeselektrizitätsversorgung AG, Karlsruhe, und die Neckar AG, Stuttgart. Unmittelbar nach Gründung beginnen die Bauarbeiten für das neue Steinkohlekraftwerk in Mannheim-Neckarau. Der Standort ist optimal: Stadtnah mit direkter Lage am Rhein, die eine Kohleanlieferung mit dem Schiff ermöglicht und das erforderliche Kühlwasser zur Verfügung stellt.

Das GKM von gestern bis heute

1923 – Der Start


Im Werk I, auch Marguerre-Werk genannt, beginnt die Stromproduktion. Bei der Inbetriebnahme beträgt die Leistung des GKM mit drei 12,5-MW-Maschinen für damalige Verhältnisse beachtliche 37,5 MW.

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1928 – Der Hochdruck


Im GKM arbeitet man 1926 mit einem Druck von 20 bar und einer Dampftemperatur von 350 °C.
Der Wirkungsgrad liegt unter 17 Prozent. Marguerre wagt einen kühnen Schritt: Er reist in die USA und besichtigt Anlagen, die mit Drücken von 100 bar und Temperaturen von 400 °C arbeiten. Trotz vieler Widerstände und fehlender Werkstoffe baut Marguerre 1928 im GKM die erste „100-Atmosphären-Anlage“ Europas. Diese 100-bar-Vorschaltanlage senkt den Brennstoffverbrauch von 700 auf unter 600 Gramm Kohle je Kilowattstunde. Die Kosten der Stromproduktion schrumpfen dadurch um rund 20 Prozent.

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1940 - Das „Werk Fritz“


In den nächsten Jahren bestimmt der Zweite Weltkrieg die Unternehmensentwicklung. Um die Stromversorgung von Mannheim gewährleisten zu können, plant und realisiert Marguerre ein unterirdisches Kraftwerk mit einer Leistung von 32 MW. Die Anlage, das „Werk Fritz“, wird in einem
16 Meter tiefen Betonbunker mit 38 Metern Durchmesser errichtet. Dieser ragt nur sechs Meter aus der Erde und schützt das Kraftwerk gegen Fliegerbomben. Zur Tarnung schüttet man während des Kriegs zusätzlich Steinkohle über das Kraftwerk.

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1946 – Der Wiederaufbau


Nach dem Krieg wird das so genannte „Werk Fritz“ demontiert und als Reparationsleistung nach Frankreich geliefert. Parallel laufen die Instandsetzungsarbeiten der Werksanlagen auf Hochtouren.

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1954 – Block 1


Eine Erweiterung des Kraftwerkparks wird notwendig, um den ständig steigenden Energiebedarf zuverlässig decken zu können. 1954 startet Block 1 im neuen Werk II zusammen mit den beiden ersten Bahnstromgeneratoren, deren Leistung 15 und 18 MW beträgt. Messungen bestätigen den errechneten Wirkungsgrad von 38,2 Prozent. Jetzt reichen 320 Gramm Steinkohle, um eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen. Das ist Weltspitze. Die neu entwickelte Voith-Marguerre-Kupplung erlaubt es erstmals, gleichzeitig 16 2/3 Hertz-Einphasenbahnstrom und 50-Hertz-Drehstrom zu erzeugen. Dies ist der Beginn der Partnerschaft zwischen der Deutschen Bundesbahn – der heutigen Deutsche Bahn AG – und dem GKM.

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1959 – Die Fernwärme


1959 fließt erstmals Heizwasser aus dem GKM nach Mannheim. Das Fernwärmenetz wird zunächst über einen Wärmetauscher im Stadtgebiet beheizt.

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1962 – Block 2


Block 2 geht mit 160 MW ans Netz und erhöht damit die Werksleistung auf 510 MW.

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1966 – Block 3


1966 geht Block 3 mit einer Leistung von 220 MW in Betrieb. Mit der neuen Anlage erreicht das GKM einen Wirkungsgrad von 41 Prozent und kann damit den Kohleverbrauch auf weniger als 300 Gramm je kWh reduzieren. Die Stromerzeugung steigt auf 3 Milliarden kWh.

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1970 – Block 4


1970 erweitert das GKM mit Block 4 die Werksleistung um 220 MW auf insgesamt 950 MW. Block 4 ist baugleich mit Block 3.

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1973 – Block 5


Block 5 geht mit einer 110-MW-Bahnstrommaschine an Netz. Dabei beschreitet man im GKM neue Wege: Block 5 ist für schweres Heizöl und Erdgas ausgelegt.

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1975 – Block 6


Block 6 besitzt eine Leistung von 300 MW und wird wie Block 5 für schweres Heizöl und Erdgas ausgelegt. Bevor die beiden Blöcke jedoch den erhofften Vorteil des zu dieser Zeit günstigen Brennstoffs ausnutzen können, kommt es zu den so genannten Ölpreiskrisen. Darum fungieren die neuen Anlagen lediglich als Spitzenlastblöcke. Der Brennstoff Steinkohle bleibt im GKM weiter die erste Wahl.

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1983 – Block 7


Im Jahr 1983 geht Block 7 ans Netz. Die neue Anlage ist für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme konzipiert. Block 7 hat eine Leistung von 475 MW. Durch den hochmodernen Neuzugang kann das GKM das alte Werk I, das „Marguerre-Werk“ stilllegen.

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1993 – Block 8


Zehn Jahre später geht Block 8 als Ersatzanlage für die Blöcke 1 und 2 mit einer Leistung von 480 MW in Betrieb. Die Werksleistung des GKM steigt auf beachtliche 2125 MW.

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2000 – Block 5 geht vom Netz


Durch die Liberalisierung des Strommarktes 1998 ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Als Folge wird der Öl- und Gasblock 5 stillgelegt.

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2005 – Der Umbau von Block 6


Aufgrund der hohen Öl- und Gaspreise wird Block 6 auf Steinkohlefeuerung umgebaut. Die Anlage steht nun mit einer Leistung von 280 MW zur Verfügung.

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2015 – Block 9


Zehn Jahre nach Beginn der ersten Planung und nach sechs Jahren Bauzeit geht im Mai 2015 Block 9 mit einer Leistung von 911 MW an den Start. Block 9, der als Ersatzanlage für die Blöcke 3 und 4 errichte wurde, setzt mit einem Wirkungsgrad von 46,4 Prozent und einer Brennstoffausnutzung von bis zu 70 Prozent neue Maßstäbe beim Umwelt- und Klimaschutz. Durch die hohe Effizienz der neuen Anlage können mit Block 9 bis zu 1,3 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Denn im Vergleich zu alten Kraftwerksanlagen benötigt Block 9 deutlich weniger Kohle, um die gleiche Menge Strom und Wärme zu erzeugen.

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