Bei jeder Feuerung entstehen Stickstoffoxide. Zur Entstickung der Rauchgase sind alle Feuerungsanlagen des GKM mit Entstickungsanlagen nach dem selektiven katalytischen Verfahren bzw. SCR-Prinzip ausgerüstet. In diesen wandeln Katalysatoren das im Rauchgas enthaltene Stickoxid (NO
x) unter Einsatz von Ammoniak zu Stickstoff und Wasserdampf um, beides ungefährliche und natürliche Bestandteile der Luft.
Bevor das Ammoniak in das Rauchgassystem eingedüst wird, muss das Ammoniakwasser verdampft werden. Dies geschieht in einem Ammoniakverdampfer mit Hilfe von Dampf. Bei der "High-Dust"-Schaltung wird dann über ein Düsensystem das gasförmige Ammoniak dem Rauchgas direkt hinter dem Kessel, jedoch vor dem Katalysator, beigemischt. In der DeNO
x-Anlage, die aus bis zu vier Lagen von Katalysatorelementen mit einem Volumen von bis zu 800 m³ besteht, findet die eigentliche Umwandlung statt. Die Katalysatoren bestehen aus keramischem Material in Wabenform.