Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft
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Feierliche Grundsteinlegung von Block 9 – Ein Rückblick

Gemeinsam mit Tanja Gönner, der baden-württembergischen Ministerin für Umwelt, Naturschutz und Verkehr, Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz sowie Vertretern des Unternehmens und dem Aufsichtsrat mit dem Vorsitzenden Herrn Oberbürgermeister a. D. Gerhard Widder hat die Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft (GKM) mit rund 600 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft am 7. Juni 2010 in Mannheim-Neckarau den Grundstein für den neuen Steinkohleblock 9 gelegt.













Wolfgang Frey, der als kaufmännischer Vorstand des GKM zum 30. Juni in den Ruhestand gehen wird, begrüßte die zahlreich angereisten Gäste und dankte ihnen für die Unterstützung bei der Planung und Realisierung dieser Investition in die Zukunft der Energieversorgung der Metropolregion und darüber hinaus.
Gerhard Widder, Aufsichtsratsvorsitzender des GKM, bezeichnete Block 9 als die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens und betonte die besondere Bedeutung des neuen Kraftwerksprojekts für das GKM und die gesamte Region. Er dankte den Anteilseignern, der Stadt Mannheim und den Genehmigungsbehörden. Auch den Kritikern sprach er seinen Dank für eine faire und sachliche Auseinandersetzung aus.
Die baden-württembergische Umweltministerin Tanja Gönner erklärte, sie sei aus voller Überzeugung bei der Grundsteinlegung von Block 9 anwesend. Denn während der Wirkungsgrad der Kohleverstromung global nur bei 30 Prozent liege, werde in Block 9 durch den Einsatz modernster Technik ein Nettowirkungsgrad von 46 Prozent erreicht. In Kombination mit einer Wärmeauskopplung, die richtungsweisend sei, könne sogar ein Wirkungsgrad von bis zu 70 Prozent erwartet werden. „Wenn sich der Einsatz von Kohle schon nicht vermeiden lässt, dann stelle ich ihn mir so vor“, so Gönner weiter. Die kurzfristige Energieversorgung aus 100% erneuerbaren Energieträgern sei „ein Traum“ und darum komme es in der Übergangszeit bis zur Vollversorgung aus erneuerbaren Energien auf eine Verbesserung der Effizienz an.
Als gutes Signal für die Region und bedeutende Zukunftsinvestition bezeichnete Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz den Bau von Block 9. 41 der insgesamt 48 Gemeinderäte hätten dies auch so bewertet und sich für Block 9 in Mannheim-Neckarau ausgesprochen. Dr. Kurz begrüßte, dass von der Investitionssumme in Höhe von 1,2 Milliarden Euro viele Unternehmen in der Metropolregion profitieren. Für Block 9 seien Aufträge im Wert von über 350 Millionen Euro an regionale Firmen vergeben worden und hätten so als eigenes Konjunkturprogramm dazu beigetragen, im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region zu sichern. Dr. Kurz unterstrich, dass Block 9 dank der modernen Technologie und Kraft-Wärme-Kopplung ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz sei und damit in das Energie-konzept der Stadt Mannheim passe.
Ümit Lehimci, Betriebsratsvorsitzender des GKM, rückte das große persönliche Engagement der Mitarbeiter bei der Realisierung des für das GKM so wichtigen Zukunftsprojekt in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wies er auf die überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote von derzeit 13 Prozent im GKM hin und forderte Unternehmen in ganz Deutschland auf, sich ebenfalls bei der Ausbildung von Nachwuchskräften zu engagieren.
Dr. Karl-Heinz Czychon, Technischer Vorstand des GKM, präsentierte in einem viel beachteten Vortrag die Leistungsfähigkeit von Block 9: „Mit Block 9 setzen wir hier in Mannheim-Neckarau neue Maßstäbe. Dank modernster Technologien können wir den Wirkungsgrad auf über 46 Prozent steigern und damit den CO2-Ausstoß um bis zu 1.300.000 Tonnen pro Jahr reduzieren. Damit sind wir im nationalen und internationalen Vergleich an der Spitze.“
Nach den offiziellen Grußworten und Reden folgte die feierliche Grundsteinlegung mit Umweltministerin Tanja Gönner, Herrn Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Herrn Prof. Dr. Gerd Jäger, Mitglied des Vorstandes der RWE Power AG, Herrn Dr. Udo Brockmeier, Vorstandsvorsitzender der EnBW Kraftwerke AG, Herrn Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG, Herrn Gerhard Widder, Dr. Karl-Heinz Czychon, Wolfgang Frey und Herrn Lehimci. Unter den Augen der geladenen Gäste wurde der Grundstein zementiert und mit den Handabdrücken der Akteure „versiegelt“. Hierbei übernahm die Umweltministerin nicht nur das Befüllen der Kartusche mit Plänen von Block 9, aktuellen Tageszeitungen und Urkunden, sondern bewies auch beim Einmauern handwerkliches Geschick.